Elektronische Hilfsmittel

Seitenverantwortlicher: Andreas Reis

Wie für kaum andere Sprachen existiert für Japanisch inzwischen ein reichhaltiges Angebot an elektronischen Hilfsmitteln, die Lernen und Nachschlagen deutlich erleichtern können. Im Folgenden wird eine kurze Auswahl gegeben und einiges näher betrachtet.

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Software

kostenpflichtig, auch / nur iOS

Lernkarten (Spaced Repetition) Anki, Memrise
Wörterbücher Akebi, Tangorin, Dokugakusha, Imiwa
Kanji / Vokabeln Japanese Kanji Study (漢字学習), KanjiSenpai, StickyStudy Japanese, Yomikata Z, Tsukiji, Kodansha Kanji Learner’s Dict
Hör- / Textverständnis Ohayou, Ganbatte Shadowing / TangoRisto
Grammatik Tae Kim’s Learning Japanese, Japanese Grammar Handbook
Lernsuites WaniKani, iKnow, Memrise, Duolingo, Obenkyo
Sonstiges Nanji, Yomiwa, KuLA, Handschrifterkennung (bspw. Googles), Clozemaster

Hinweise

  • Entsprechend der globalen Nachfrage sind Apps häufig nur in Japanisch-Englisch, ausschließlich für Android bzw. mit Werbung verfügbar. Tangorin und Anki etwa kosten nur auf Apples iOS.
  • Einige Angebote nutzen dieselben frei verfügbaren Datensätze (etwa EDICT). Unterschiede ergeben sich dann in erster Line in Darstellung bzw. Funktionen dazu.
  • Nanji: Uhrenwidget. Yomiwa: u. a. Kanji-Erkennung in Bildern/Filmen, KuLA: für 崩し字 (kursiv). Clozemaster: Lückentextspiel
  • Kana-Trainer befinden sich bspw. in Obenkyo und im kostenlosen Bereich von Kanji Study.

Neuere Betriebssysteme installieren eine volle Unterstützung für Japanisch oft erst beim Hinzufügen als Eingabesprache.

Für Windows und macOS existiert neben der systemeigenen Eingabe dafür bspw. noch die Google Nihongo Nyūryoku. Auf Linux nennt sich das zugrunde liegende Projekt dagegen Mozc; für Android bietet Google Eingabe über Romaji und die von älteren Smartphones gewohnte Flick-Methode (Kana) oder Handschrift.

Nach Installation müssen auf Windows ggf. die Einstellungen in den Browsern geändert werden, damit tatsächlich die höherwertigen Schriftarten verwendet werden.

    • Schnellwechsel: Alt+Shift (Win), Wahltaste+Leertaste (macOS, früher über Befehlstaste)
    • Umschalten Rōmaji-Hiragana: Alt+ (Win)
    • zu Katakana: Alt+CapsLock
    • Text, den man in Katakana eingibt, zu Hiragana wandeln: F6
    • Text, den man in Hiragana eingibt, zu Katakana wandeln: F7
    • Sonderzeichen: Eingabe derer japanischer Namen, oder bei Zahlen und Maru (〇) auch der jeweiligen indischen Ziffer.
    • Katakana-Dehnungsstrich (Chōonpu): Fragezeichen/ß-Taste (diese ist auf QWERTY mit – belegt)
    • kleine Kana: x oder l, dann entsprechende Eingabe (bspw. っ: xtsu, ltsu, xtu)

Zur Eingabe des Makrons (ā, ō, …) für die lateinische Umschrift empfielt sich die Einrichtung einer Compose-Taste. Für Windows existiert etwa WinCompose, unter Linux findet sie sich meist von Haus aus in den Tastatur-Einstellungen, für macOS gibt es wiederum Karabiner.

Historisch bedingt existieren für etliche Han-Zeichen bzw. Han-Grapheme mehrere teilweise deutlich voneinander abweichende Glyphen.

Gerade bei national üblichen Varianten (oder japanischen Industriestandards) kann dies zu Problemen führen: In Unicode, dem verbreitetsten internationalen digitalen Zeichenstandard, werden viele davon zusammen je nur als ein einziges Datum kodiert. Dies nennt sich Han-Vereinheitlichung. Zum Beispiel Chinesisch / Japanisch:

Welche Glyphen genau verwendet werden sollen, muss daher durch eine Zusatzinformation bestimmt werden, etwa der genauen Schriftart, einem Sprachattribut oder der Systemsprache. Ansonsten fallen die meisten Geräte – bedingt durch die Bevölkerungsgröße – auf den Stil der Volksrepublik China zurück.

Auf Android kann dies wie folgt gelöst werden:

  • ab Version 7: Einstellungen → Sprache & Eingabe → Sprachen
    Dort „日本語 (日本)“ hinzufügen und ggf. über Chinesisch setzen.
  • sonst: Kanji Fix (braucht aber root-Rechte)

Für Japanisch existieren eine Reihe guter kostenloser Schriftarten, etwa:

教科書体 – Schriftarten mit „Schulbuchformen“, die die Handschrift nachahmen sollen – gibt es kostenlos und zum aktuellen Standard konform etwa als:

  • Yu Kyokasyo – ab macOS Sierra (2016)
  • UD Digital Kyokasho-tai – ab Windows 10 Fall Creators Update (2017)

Sonstiges

Babelstone Han ist eine kostenlose Schriftart mit besonders hoher Zeichenabdeckung exotischer Zeichen. Bei mehrdeutigen Graphemen verwendet es aber meist den Stil der Volksrepublik China.

Mojikyō ist eine Gruppe zur Arbeit mit alten Logographien am PC, insbesondere den der Han-Zeichen. Die zugehörigen Schriftarten sind zwar meist kostenlos, aber die Software um Zeichen darin auch zu finden dagegen teuer.

Mit dem TATEditor existiert ein kostenloser Editor zum Schreiben mit fast beliebiger Schriftgeometrie.

Popover-Wörterbücher

Eine Alternative für Android ist auch das Emerging Window von Dokugakusha, das Text in der Zwischenablage anzeigt.

Furigana

Wählen nicht immer die richtige Lesung.

Bei Akebi handelt es sich um eine ausgefeilte Wörterbuch-App für Android mit zahlreichen Zusatzfunktionen wie:

  • Listen, Handschrift, Beispielsätze, Flexionen

Suche

Eintrag (1)

Beispielsätze

Eintrag (2)

    • Suche nach Kanji-Komponenten und Kanji-Dekomposition
    • Mittels Androids Teilen-Funktion lassen sich Inhalte zwischen unterstützenden Programmen kopieren, etwa Kanji zwischen AnkiDroid und Akebi. (Akebi bietet auch selbst eine Karteikarten-Funktion.)

  • mehrsprachig: Deutsch ist hinzuwählbar, allerdings nicht 100 % vollständig

Der Autor neigt dazu, wichtige Neuerungen lange erst als Beta bereitzustellen. Wie man ihr beitritt wird hier beschrieben.

Eines der umfangreicheren Lernprogramme – in der Vollversion nicht kostenlos (allerdings ein einmaliger Bruchteil verglichen mit WaniKani), und wohl am relevantesten unter den Kanji-Lernprogrammen.

Die deutsche Übersetzung ist noch nicht ganz abgeschlossen.

Kanjiset

Kana-Trainer

Lernmodi

Multiple-Choice

Zeichnen (mit Hinweisen)

Details zu 時 (1)

Details zu 時 (2)

Details zu 時 (3)

Ohayou bietet kostenpflichtig Aufgaben zum Hörverständnis an, die dem Aufbau des entsprechenden JLPT-Teils folgen. Dazu werden die japanischen Transkripte bereitgestellt.

Anki: Lernkartei-Software

Anki automatisiert als Spaced Repetition Software (SRS) – ein „elektronischer Karteikästen“ – die Einprägung von Inhalten ins Langzeitgedächtnis. Verglichen mit physischen Karteikarten bietet es entscheidende Vorteile, die im Vergleich die Menge an lernbaren Material deutlich erhöhen, darunter etwa:

  • beliebig kopier- und veränderbare Kartenstapel
  • 100 % objektiv im Abfragen
  • auf mobilen Geräten fast überall bequem verwendbar
  • Funktionen wie Multimedia, Statistiken, Voraussagen, Zeitlimits
  • erweiterbar durch Plugins bzw. Drittprogramme etwa um automatische Zusatzinhalte (Beispielsätze, …) und Handschrifterkennung

Seit seiner Erstveröffentlichung 2006 ist Anki inzwischen wohl zum meist verwendeten Vertreter von SRS geworden, basierend auf den von Hermann Ebbinghaus erstmals 1885 beschriebenen Erkenntnissen zum Spacing Effect. Das Folgende soll eine Kurzübersicht über die Verwendung geben – mit einigen spezielleren Details für Japanisch.

  • Für Apples iOSs kostet der offizielle Anki-Klient 25 €. Als kostenlose Alternative existiert zwar AnkiApp – es ist jedoch ein unabhängiges Produkt, das bspw. nicht mit AnkiWeb bzw. Anki synchronisieren oder dessen Plugins verwenden kann.
  • Für Benutzer anderer, nicht unterstützter Systeme – etwa Windows Phone – ist über AnkiWeb Lernen im Webbrowser möglich. Allerdings werden darin häufig Kartenformatierungen nicht korrekt dargestellt.
  • Neben diesem Crashkurs existieren zahlreiche detaillierte Anleitungen, insb. das offizielle Handbuch, das es inoffiziell auch auf Deutsch gibt. Für Detailfragen bestehen größtenteils englische Foren, etwa /r/Anki auf reddit.

Anki arbeitet mit vom Benutzer geladenen bzw. erstellten Kartenstapeln (engl. „Deck“): Erstellte Karten werden automatisch unter einem solchen Stapel organisiert, können von dort dann frei in andere verschoben (etwa in hierarchische Unterstapel nach dem Schema „Oben::Niedriger[::…]“) und mit beliebig vielen benannten Etiketten (engl. „Tags“ – etwa „Verb“, „Grammatik“, …) versehen werden.

Grundsätzlich sind für Anki die Arten der Inhalte beliebig, allerdings braucht es zum Lernen eine effektive Wissensrepräsentation, mittels derer die jeweiligen Fakten relativ eigenständig abgefragt werden können.

Vokabeln sind ihrer Einfachheit wegen dafür wohl am besten geeignet. So wurde Anki auch ursprünglich zum Lernen von Japanisch entwickelt, wie bereits im Namen angedeutet: 暗記, „Auswendiglernen“

Simples Beispiel für komplexere Inhalte:

  • verwandte Inhalte → Gruppierung in gemeinsamen Kontext → etwa visualisierende Mindmap, zur Not nummerierte Liste → über Cloze (Lückentext) in mehrere Karten geteilt
  • Interferenz von verwechselbaren Lerninhalten kann durch Separierung (zeitlich, nochmal mit eigenem Kontext, …) gelockert werden.

Siehe auch die bewährten „20 Rules of Formulating Knowledge“.

  1. In Form einer Notiz werden von einem Fakt bzw. Sachverhalt in Feldern – frei benannt, beliebig viele – dessen Daten hinterlegt:
    • Text (ggf. mit HTML), LaTeX, Bild, Video, Ton
  2. Basierend auf mindestens einem Kartentyp generiert Anki jeweils eine Karte, die dann tatsächlich abgefragt werden kann:
    • Grundsätzlich besteht ein Kartentyp jeweils aus einer Webseite „Vorne (Frage)“ und „Hinten (Antwort)“ – mit Lücken für die Felder, in die Anki beim Lernen dann die eigentlichen Inhalte füllt.
    • Streng genommen: Wird der Sondertyp „Cloze“ („Lückentext“) verwendet, generiert Anki zu jeder Notiz dynamisch so viele Karten wie Cloze-Einträge darin vorhanden sind.
1. und 2. können einmalig geschehen, später ggf. aber auch beliebig korrigiert werden.

Das letztliche Lernen organisiert Anki in 24h-Durchläufe (voreingestellt ab je 4 Uhr früh):

  1. Neue Karten…
    • Anzahl entsprechend Stapeloptionen, standardmäßig 20
    • angedeutet als blaue Zahl

    … gemischt unter

  2. zu wiederholende Karten
    • Tagesabstand steigt je zur Bewertung der Karte durch den Nutzer – standardmäßig max. 100
    • Aussortiert bei achtmaligen Vergessen
    • angedeutet als grüne Zahl
  3. von diesen beiden gerade „heiße“ Karten
    • Karten, die der Nutzer im aktiven Durchlauf noch einmal sehen will
    • angedeutet als rote Zahl

Anki begräbt standardmäßig beim Abarbeiten einer Karte deren „Geschwisterkarten“ – d. h. sonstige aus derselben Notiz erstellte Karten – für den Rest des aktuellen Durchlaufs.

Alle Beispiele wurden von externen Autoren erstellt. Seitens der Universität wird keinerlei Haftung übernommen.

Textbuch „Grundstudium Japanisch“ + Komposita-Listen

Etwa 1800 Vokabeln bilden 5300 Karten für Kapitel 1-8 und einer Katakana-Liste. Viele davon brauchen im Erstsemester nur passiv beherrscht werden, außerdem sind komplexere Komposita nochmals in unabhängige Bestandteile zerlegt (bspw. 熱帯雨林 in 熱帯 und 雨林).

Geht man von knapp 100 Tagen Vorlesungszeit aus (also knapp drei Wochen weniger als tatsächlich: zum Lernen der Kana, Krankheit, nicht mehr direkt vor Klausur, etc.) ergeben sich so 53 neue Karten pro Tag.

  • Bereits ein paar ausgesetzte Tage sorgen schnell für sehr viele geplante Wiederholungen.

AnkiDroid: Beispielkarte

 Aufbau aus drei Kartentypen (mit entsprechenden Okurigana):
  • Kana + Deutsch zu Kanji
    → Anzeige der Kana nach drei Sekunden, um sie etwas als zusätzlichen Lerninhalt zu separieren.
    → Kein „nur Deutsch“ bzw. „nur Kana“ zu Japanisch.
  • Kanji + Audio zu Kanji
    →Anzeige der Kanji nach drei Sekunden, da sie bei Homophonen hier zur Entscheidung nötig sind.
  • Kanji zu Kana + Deutsch

Auf der Kartenrückseite befindet sich ein „nutzloses“ Eingabefeld zum erneuten Trainieren von Kanji mit der Handschriftenerkennung.

Je nach gewünschten Lerninhalt lassen sich Karten(typen) in Anki „aussetzen“, also aus dem aktiven Stapel ausblenden, etwa um vor einer Prüfung gezielter aufs Gefrage zu lernen. Dazu im Kartenbrowser den entsprechenden Stapel auswählen, die Suchanfrage etwa um Card:“Japanese Audio“ erweitert neu ausführen, die gewünschten Karten markieren (Strg+A) und in der Leiste auf „Aussetzen“ klicken. Ebenso können diese wieder reaktiviert werden.

Anderweitig

  1. Gerade bei von Laien erstellten Kartenstapeln (also der Mehrheit) gibt es keine Garantie auf 100 %-ige Korrektheit – urheberrechtliche wie inhaltliche. Letztere ist auch bei automatisch generierten Inhalten zu beachten, im Japanischen etwa bei Furigana zu mehrdeutigen Komposita oder Suffixen.
  2. Vorgegebene Kartendesigns sind je nur Lernweg von vielen. Jeder muss freilich noch selbst herausfinden, was zu einem am besten und ggf. besser passt.
  3. SRS ist primär ein Werkzeug zur Einprägung und Nachbereitung, nicht der vorhergehenden Lernschritte: Es ersetzt insb. natürlich nicht die aktive Mitarbeit im Unterricht und eigenständige Verarbeitung dessen Inhalte.

Anki für den Desktop existiert kostenlos für alle großen Betriebssysteme.

Permanentes Laden eines Stapels (engl. „Deck“) in Anki (Desktop-Version) über:

  • Datei → Import → apkg-Datei

Mehrfaches Importieren überschreibt ggf. nur Inhalte, die in die apkg-Datei exportiert wurden. Lässt der Autor bspw. die Export-Option der Zeitabstände weg, sollte sich die apkg-Datei für Aktualisierungen bei anderen Benutzern eignen (falls diese nichts selbst ändern, insb. nichts an Karten- & Notiztypen).

  • „Benutzerdefiniertes Lernen“ – bspw. vergessene Karten extra wiederholen, oder (falls Stapel entsprechend gestaltet) nach bestimmten Etiketten gezielt lernen.
  • „Durchsuchen“ – führt zur Kartenübersicht (engl. „Card Browser“)
  • „Stapeloptionen“ (Anki-Desktop: via Zahnrad; AnkiDroid: in Übersicht lang auf Stapel drücken), dort liegen insb. wichtige Optionen bei „Neue Karten“
  1. Kostenloses Konto auf AnkiWeb erstellen.
  2. Jeweils einrichten:
    • Desktop: Werkzeuge → Einstellungen → Netzwerk
    • AnkiDroid: ≡ → Einstellungen → AnkiDroid
  3. Von gewünschtem Gerät erstmalig synchronisieren, dann diesen Stand auf die anderen laden.

Unter Windows 10 wird dabei manchmal die lateinische Schrift schlecht dargestellt, Abhilfe ist hier beschrieben.

Plugins erweitern Anki Desktop um Zusatzfunktionalität, etwa der Generierung von Medien oder auch vorgefertigten Kartentypen.

Zwar laufen Plugins nicht auf AnkiDroid, jene die zusätzliche Inhalte bereitstellen schreiben solche aber meist direkt bzw. „fest“ in die Notizen. Diese Änderungen lassen sich dann via Synchronisierung auf AnkiDroid übertragen.

Die Installation erfolgt in der Regel über die jeweilige AnkiWeb-Nummer, die bei „Werkzeuge → Erweiterungen → Erweiterung installieren“ eingegeben wird. Für einige ist es jedoch nötig, die Dateien selbst in Ankis Ordner für Erweiterungen zu legen.

  • Kanji Colorizer
    Siehe Bild beim Beispieldeck „für FAU“. Nach Strichen gefärbte Kanji-Bilder, Position der Zahlen gibt dabei auch an, wo der jeweilige Strich beginnt.
  • Kartenverwaltung
    Advanced BrowserAdvanced PreviewerKanji gridMorph ManCloze Overlapper
  • Japanese Support
    Etwa automatische Furigana, extra Kartentypen bzw. Funktionen für Kanji.
  • Yomichan
    Extrahiert aus japanischen Texten bequem Vokabelkarten. Das ursprüngliche Anki-Plugin wird nicht mehr weiterentwickelt, stattdessen existiert nun eine Browsererweiterung, die mit Anki zusammenarbeitet.
  • AwesomeTTS
    Beliebiger Text zu synthetischer Sprache. bspw. Japanisch mit Stimme von NAVER Translate (Japanese). Wählt ab und an falsche Lesung (insb. wenn mehrdeutig).
  • Download audio
    Menschliche Vertonungen von verschieden Diensten – Japanisch etwa über JapanesePod, EDICTs Quelle professioneller Vertonungen. Solche Vertonungen sind dabei nicht automatisch besser: manchmal nervt die Stimme, ist sie zu schnell, es gibt aber auch Fehler wie zu früh abgeschnittenen  Ton oder in der Lesung.
  • Japanese Pronunciation / Pitch Accent
    Liefert Betonungen gemäß NHK日本語発音アクセント辞典 – nicht alle Wörter und insb. Verbformen sind vorhanden.
  • Automatic Japanese Dictionary Lookup
    Japanisch-Englisch Definitionen.
  • Sanseido Definitions
    Japanisch-Japanisch Definitionen (für Fortgeschrittene).
  • Japanese Example Sentences
    Japanisch-Englische Beispielsätze aus dem Tatoeba-Korpus.
  • Plugins setzen ggf. entspr. benannte Notizentypen (etwa „Japanese“ im Namen) & Felder („Kanji“, „Audio“, …) voraus.
  • In der Kartenübersicht überschreiben Plugins die Feldinhalte der gerade angezeigten Notiz u. U. von selbst.
  • Plugins erwarten ggf. ein komplett leeres Feld. Bereits „unsichtbares“ HTML stört, bei Problemen sollten entsprechende Felder daher mit Strg-X geprüft werden.
  • Kommentare auf den jeweiligen AnkiWeb-Seite erhalten Anleitungen etwa zum Aktualisieren der Daten vom KanjiColorizer und Japanese Example Sentences.
  • Vor Version 2.1 wurde Anki in Python 2 geschrieben, mittlerweile in Python 3. Plugins mussten für diesen Übergang aktualisiert werden. Solche, für die seit 2017 keine neue Version mehr erschienen ist, sind daher wahrscheinlich inkompatibel.

Wie Anki selbst sind Plugins größtenteils in Python geschrieben. Als Skriptsprache lässt sich dieser Code direkt mit einem Texteditor manipulieren – die Änderungen werden beim nächsten Programmstart im Hintergrund von der jeweiligen Laufzeitumgebung automatisch übernommen. Dasselbe gilt für darin enthaltenen SQL-Code, den Anki für seine Datenbank verwendet.

Einige ausführlichere Anleitungen (und eine verbesserte Version der Beispielsätze) gibt es etwa auf der Seite von Stevie Poppe.

AnkiDroid ist eine freie Variante für Android mit eigenen Entwicklern, deren Ziel ein zur Desktop-Version kompatibler „Klient“ ist. Er ist optimal für unterwegs, eignet sich allgemein aber insbesondere auch mittels Handschrifterkennung zum Trainieren des Schreibens von Kanji.

  • Ein Tablet bzw. Phablet – etwa 7“ bei einer Auflösung von mindestens 1920×1200 – ist äußerst empfehlenswert. Die Pixeldichte sollte ~320 ppi nicht unterschreiten (bei 4.5“ etwa 1280×720).
  • Zwar lassen sich etwa Notizen etwa ebenfalls direkt bearbeiten, für größere Arbeiten sollte (bzw. muss was Plugins betrifft) aber über Anki-Desktop gearbeitet, und das dann ggf. via AnkiWeb synchronisiert werden.

In ≡ → Einstellungen:

  • AnkiDroid:
    • Einrichten eines AnkiWeb-Kontos
  • Lernen:
    • „Zentriert“e Darstellung der Felder
    • beide „Zoom“-Einstellungen (bspw. „Karten“ auf 60 %)
    • „Antwort automatisch anzeigen“
  • Erscheinungsbild:
    • „Day Theme“ je nach Geschmack auf „Schlicht“
  • Workarounds:
    • „Antwort in Karte eintippen“ falls Eingabefelder falsch angezeigt werden

Falls die Zoom-Einstellungen nicht ausreichen, müssen ggf. Schriftgrößen über Anki-Desktop angepasst werden:

  • Deck-Übersicht → Durchsuchen → Deck links wählen → Rechts „Karten …“
  • Alle Zahlen mit „px“ sind die Schriftgrößen.

Am besten geeignet für Android ist die Google Handschrifteingabe.

  • Nach dessen Installation muss in ihr selbst noch Japanisch hinzugefügt werden.
  • Für den Einsatz muss sie als Systemtastatur aktiv sein (Schnellwechsel u. a. mit: lange auf Leertaste).
  • Die Eingabemethode ist nicht auf Lernende zugeschnitten: Gibt man ein Kanji falsch ein, versucht sie etwa trotzdem das richtige Kanji abzuleiten.
  • Ein Eingabestift ist sehr empfehlenswert. Preiswerte für gibt es etwa von Insten.
  • Die Eingabe ist eine rein optionale Schreibübung. Für Anki selbst zählt nur die am Ende gedrückte Bewertung.

Webseiten

Freie Uni Berlin Japanologie
Humboldt-Uni Berlin Seminar für Ostasienstudien
Ruhr-Uni Bochum Sprache und Literatur Japans
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Uni Bonn Japanologie und Koreanistik
Uni Bremen Wirtschaftsjapanologie
Technische Uni Dresden Ostasienzentrum
Friedrich-Alexander-Uni Erlangen Japanologie
Uni Duisburg-Essen Ostasieninstitut
Heinrich Heine Uni Düsseldorf Modernes Japan
Goethe-Uni Frankfurt am Main Japanologie
Fernuni Hagen Japanrecht
Martin-Luther-Uni Halle-Wittenberg Japanologie
Uni Hamburg Sprache & Kultur Japans
Uni Heidelberg Japanologie
Uni Köln Japanologie
Uni Leipzig Japanologie
Hochschule Ludwigshafen Ostasieninstitut
Ludwig-Maximilians-Uni München Japan-Zentrum
Uni Trier Japanologie
Eberhard Karls Uni Tübingen Japanologie
Uni Wien Japanologie
Uni Zürich Japanologie

Tangorin und Jisho.org sind zusammen wohl die beliebtesten Japanisch-Englischen Wörterbücher online. Es existiert auch eine Offline-App, diese ist jedoch seit längerem nicht aktualisiert, hat weniger Funktionen und kostet auf iOS 3 €.

    • Suche nach Kanji über Komponenten

  • Suche nach Komposita
    • Platzhalter: _ für ein beliebiges Kanji, * für mindestens ein Kanji

  • Suche unterstützt Kanji, Kana und Romaji (eine Art pro Anfrage)

Renshū bietet – nach kostenloser Anmeldung – Materialien zur ganzen Sprache, sowie SRS-basiertes Lernen.

Auch auf Kanshūdō finden sich umfassende Materialien mit entsprechenden Quiz.

Auf jpTXT finden sich verschiedene Details zu Wörtern und Kanji, bspw.:

  • rtk-decomposition.txt
    Kanji, die in anderen als Komponenten auftauchen
  • rtk-kanji-components.txt
  • miscellaneous.txt
    u. a.: visually similar kanji, mirror words, words with multiple readings
  • printable-homophones.html

Auf Reinaert Albrechts „Character mnemonics“-Seite finden sich übersichtlich Erklärungen und Gedächtnisstützen, dazu gibt es Schreibvorlagen.