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Sprachausbildung in höheren Semestern

In den darauf folgenden Semestern erlangen Studierende einen vertieften Einblick in die Strukturen der japanischen Grammatik der Gegenwartssprache sowie in die Gepflogenheiten und Gesprächsstrategien japanischsprachiger Kommunikation. Im dritten und vierten Semester haben die Studierenden die Gelegenheit, die bis dahin erlernte Kommunikationskompetenz in Form des „Tandems“ (=Sprachaustausch) mit japnischen Austauschstudenten zu trainieren.

Bis zum Abschluss es vierten Semesters werden auch Grundlagen der Schriftkompetenzen gelegt. Zum einen werden den Studierenden ca. 800 der 2.136 von der japanischen Regierung als elementar eingestuften chinesischen Schriftzeichen (Jōyō-Kanji, Version 2010) beigebracht. Die Beherrschung dieser Schriftzeichen ist auch für das ganz alltägliche Leben in Japan unentbehrlich, da sie nicht nur in Zeitungsartikeln oder Fachtexten verwendet werden, sondern auch in Wegweisern Fahrplänen, Speisekarten, E-Mail-Verkehr, Mangas, usw.. Zur japanologischen Grundausbildung gehört auch, dass sich die Studierenden über einzelne Zeichen hinaus fundiertes Wissen über das japanische Schriftsystem und diverse Lern- und Lesetechniken aneignen.

Nach Ende der ersten vier Semester sollen die Studierenden ihre Sprachkompetenz soweit entwickelt haben, dass sie mündliche wie schriftliche Interaktionen in der Zielsprache durchführen können. Außerdem wird von ihnen erwartet, vermehrt selbständig ihren eigenen Wortschatz und Schriftkompetenzen zu erweitern. Zwischen dem vierten und dem fünften Fachsemester empfehlen wir mit Nachdruck einen einjährigen Sprachaufenthalt an einer unserer Partneruniversitäten, der eine Vertiefung der erworbenen Kenntnisse sowie die Begegnung mit der japanischen Kultur direkt vor Ort ermöglichen soll.

Das fünfte und das sechste Semester sind die Brückenphase zur Beherrschung der Zielsprache im akademischen Kontext. An den einjährigen Japanaufenthalt schließen sich Kurse an, in denen die Studierenden nicht nur durch praktische Interaktionsübungen zu einer interkulturellen Kompetenz befähigt werden sollen, sondern auch zur fachlichen Lektüre und Diskussion in der japanischen Sprache.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an
Dr. Tazuko Takebayashi